Disce ludensDie Latein-Lern-App

Latein-Apps im Vergleich: welche Art passt zu dir?

Kurz gesagt

Es gibt nicht „die beste Latein-App“, sondern sechs Arten mit unterschiedlichen Stärken: Vokabeltrainer, Karteikarten zum Selbstbefüllen, Wörterbücher, Sprachlern-Apps für Alltagssprachen, Begleit-Apps der Verlage und umfassende Latein-Plattformen. Für Schullatein und Latinum zählt vor allem, ob eine App Grammatik und Übersetzen übt – reine Vokabel- oder Alltagssprachen-Apps decken das nicht ab.

Worauf es bei einer Latein-App ankommt

In Latein-Arbeiten und in der Latinumsprüfung wird übersetzt. Dafür braucht man drei Dinge zugleich: Wortschatz, sichere Formen und die Fähigkeit, einen Satz zu durchschauen. Eine App, die nur eines davon übt, ist nicht schlecht – sie ist nur ein Baustein. Die wichtigsten Fragen:

  • Übt sie nur Vokabeln oder auch Formen und Satzlehre?
  • Hilft sie bei Fehlern weiter oder sagt sie nur „falsch“?
  • Passt sie zum eigenen Lehrbuch, oder ist das egal?
  • Ist sie für Kinder geeignet: ohne Werbung, ohne Tracking, Daten in der EU?

Sechs Arten von Latein-Apps

Vokabeltrainer mit Lehrbuchpaketen

Karteisystem mit Wörtern passend zur Lektion des Schulbuchs. Stark beim regelmäßigen, lehrbuchgenauen Vokabellernen und in Schulen verbreitet. Grenze: keine Grammatik, kein Übersetzen. Privat meist 27–60 € im Jahr, Lehrbuchpakete 8–12 € einmalig.

Karteikarten-Apps zum Selbstbefüllen

Leere Karteikästen, die man selbst füllt oder aus fremden Sammlungen übernimmt. Stark: flexibel, teils kostenlos, sehr gute Wiederholungsplanung. Grenze: Inhalte ungeprüft, Formen und Stammformen schwer abzubilden, manche mit Werbung und Tracking. 0 bis rund 45 € im Jahr.

Wörterbuch-Apps

Nachschlagen von Wörtern und Formen. Stark: unverzichtbar beim Übersetzen, die Latinumsprüfung wird mit Wörterbuch geschrieben. Grenze: Sie bringen nichts bei und üben nichts; kostenlose Fassungen oft mit Werbung. 0 bis rund 10 € im Jahr.

Sprachlern-Apps für Alltagssprachen

Die bekannten Apps für Englisch oder Spanisch. Stark: motivierend, kostenlos zum Hineinschnuppern. Grenze: Latein gibt es, wenn überhaupt, nur aus dem Englischen, mit wenig Grammatik und ohne Originaltexte – für Schullatein und Latinum ungeeignet.

Begleit-Apps der Verlage

Medien zum eigenen Schulbuch. Stark: genau auf die Lektionen abgestimmt, oft kostenlos. Grenze: nur für ein Lehrwerk, Vokabeltraining meist ausgelagert, nach einem Buch- oder Schulwechsel wertlos.

Umfassende Latein-Plattformen

Vokabeln, Formen, Grammatik und Texte unter einem Dach, teils mit Steuerung durch die Lehrkraft. Stark: deckt die meisten Bereiche ab. Grenze: sehr unterschiedlich im Umfang, manche nur für eine Geräteplattform. Privat rund 20–30 € im Jahr, Schulen 2,50–7 € je Kind und Jahr.

Die Arten im Überblick

  • 69 Lektionen
  • 4.260 Übungen
  • 1.565 Vokabeln
  • 7 Fächer im Vokabeltrainer
KriteriumDisce ludensVokabel­trainer mit Lehrbuch­paketenKarteikarten zum Selbst­befüllenWörter­buch-AppsSprachlern-Apps für Alltags­sprachenBegleit-Apps der VerlageUmfassende Latein-Plattformen
Grammatik mit geführtem Lernwegjaneinneinneinneinteilsteils
Hilfen, die den Weg zeigen statt der Lösungjaneinneinneinteilsneinteils
Formen bilden und bestimmenjaneinneinteilsneinteilsja
Vokabeln mit Wiederholungssystemjajajaneinjateilsja
Übersetzen ganzer Sätzejaneinneinneinteilsteilsteils
Lehrbuchunabhängigjateilsjajajaneinteils
Ohne Werbungjateilsteilsteilsteilsjateils
Für Latinum und Erwachseneteilsteilsteilsjaneinneinteils

Stand: November 2026. „teils“ heißt: bei manchen Angeboten der Art, oder nur eingeschränkt. Einzelne Produkte können abweichen.

Was Disce ludens außerdem kann

  • Grammatik nachschlagen: Die Wörter aus Disce ludens haben Formentabellen zu Deklination, Steigerung und Konjugation.
  • Zusatzwörter: 40 geprüfte Wörter aus dem Lexikon als fester Kasten (mit Lizenz, abschaltbar).
  • Caesar-Wortliste: 267 Wörter für die Lektüre des Gallischen Krieges als zuschaltbarer Kasten (mit Lizenz, mit Häkchen).
  • Grundwortschatz (Cicero): 501 Wörter für die Lektüre Ciceros als zuschaltbarer Kasten (mit Lizenz, mit Häkchen).
  • Eigene Kästen: anlegen, umbenennen, zusammenführen und Wörter aus einer Datei übernehmen (mit Lizenz).
  • Schulen: Mit einer Schullizenz bekommt eine Klasse einen Klassencode. Namen bleiben im Browser.
  • Zwei Darstellungen: Neuzeit und Nostalgie, umschaltbar ohne Verlust des Lernstands.
  • Hilfen statt Lösung: Gestufte Hilfen sind frei, die Lösung kostet Fehlerpunkte.

Wo Disce ludens steht

Disce ludens gehört zu den umfassenden Programmen, mit einem eigenen Schwerpunkt: Es führt durch Formen und Satzlehre wie eine Lehrkraft, mit gestuften Hilfen statt fertiger Lösung, und übt in Verte ludens das Übersetzen von Sätzen nach Caesar Schritt für Schritt. Der Vokabeltrainer mit 1.565 Wörtern ist dabei.

Mit Lizenz lassen sich außerdem Wörter aus einer eigenen Datei übernehmen und Kästen zusammenführen. Die Demo kann das noch nicht.

Ehrlich gesagt: Wer nur die Vokabeln zur aktuellen Lektion seines Schulbuchs lernen will, ist mit einem Vokabeltrainer mit Lehrbuchpaketen gut bedient. Und ein Wörterbuch braucht man fürs Übersetzen ohnehin. Disce ludens ergänzt beides dort, wo es in Arbeiten am meisten hakt: bei Formen und Sätzen.

Gleich ausprobieren

Eine echte Aufgabe aus Disce ludens:

Disce ludens I · Stunde 8 · Satzglied-Trainer, Karte 2

Ferias valde exspectant (erwarten).

„Ferias“ ist …

© Disce ludens

Was Disce ludens dabei leistet – und was nicht

Das leistet Disce ludens

  • Übt Formen, Satzlehre, Übersetzen und Vokabeln zusammen.
  • Hilft mit gestuften Hinweisen, statt nur „falsch“ zu sagen.
  • Für Kinder ohne Werbung und ohne Tracking, Server in Deutschland.

Das leistet es nicht

  • Keine Vokabelpakete passend zu einzelnen Lehrbüchern.
  • Kein Wörterbuch.
  • Noch keine Apps im Store und nicht offline; läuft im Browser.

Häufige Fragen

Welche Latein-App ist die beste?

Das hängt davon ab, was geübt werden soll. Für Vokabeln zur Schulbuchlektion eignen sich Vokabeltrainer mit Lehrbuchpaketen, fürs Nachschlagen Wörterbuch-Apps. Wer Formen, Satzlehre und Übersetzen üben will – das, was in Arbeiten und im Latinum zählt –, braucht ein umfassendes Programm.

Kann man mit Sprachlern-Apps für Alltagssprachen Latein lernen?

Für einen ersten Eindruck ja, für Schullatein oder das Latinum nein. Latein gibt es dort, wenn überhaupt, nur aus dem Englischen, mit wenig Grammatik und ohne Originaltexte.

Reicht ein Vokabeltrainer für die Lateinarbeit?

Meist nicht. In Arbeiten wird übersetzt, dafür braucht man neben Vokabeln sichere Formen und Satzlehre. Ein Vokabeltrainer ist ein wichtiger Baustein, aber nicht alles.

Was kosten Latein-Apps?

Von kostenlos mit Werbung bis rund 60 € im Jahr. Umfassende Programme liegen privat meist bei 20–30 € im Jahr, Schullizenzen bei 2,50–7 € je Kind und Jahr. Disce ludens kostet 19 € im Jahr je Programm oder 89 € einmalig für alles.

Worauf sollten Eltern beim Datenschutz achten?

Auf Werbung und Tracking – ein Blick in die Datenschutzangaben im App Store hilft –, auf Datenhaltung in der EU und darauf, ob die App ohne E-Mail-Adresse des Kindes auskommt.