Disce ludensDie Latein-Lern-App

Wie lernt man am besten Latein?

Kurz gesagt

Am besten lernt man Latein in kurzen, regelmäßigen Einheiten, mit aktivem Abfragen statt Wiederlesen und in einer festen Reihenfolge: erst Wortarten und Satzglieder, dann Vokabeln und Formen, danach Sätze und zuletzt Übersetzen. Disce ludens I führt in 31 Stunden diesen Weg; die Vokabelkartei holt jedes Wort nach 1, 3–4, 7, 14, 30, 90 und 180 Tagen zurück.

Der Weg in fünf Schritten

  1. Wortarten und Satzglieder. Ohne sie versteht man keinen lateinischen Satz. Disce ludens I beginnt mit zwei Stunden an deutschen Sätzen (Stunden 1 und 2), wiederholt beides in den Stunden 7, 8, 21 und 22, jeweils mit Latein.
  2. Vokabeln. Wörter zuordnen und aufbauen in den Stunden 3 und 4, danach der Vokabeltrainer mit 574 Vokabeln in Stunde 31.
  3. Formen. Die Fälle in den Stunden 5, 6, 10, 14 und 15; die Verbformen in den Stunden 17, 23 und 26; die Deklinationen in Stunde 27; die Stammformen in Stunde 30.
  4. Sätze. Satzmuster in Stunde 11, sinnvolle Sätze in Stunde 12, der AcI in Stunde 9.
  5. Übersetzen. Mit Disce ludens II (Konjunktiv, Partizipien, Gerundium, Gliedsätze) und Verte ludens, dem Übersetzungstrainer mit Caesar-Sätzen.

Die Reihenfolge folgt dem Aufbau der Lektionen. Wer nach einem Lehrbuch lernt, kann die Stunden an dessen Kapitel anknüpfen; die Seite Latein neben dem Lehrbuch zeigt, wie.

Vokabeln abfragen statt lesen

Wörter bleiben, wenn man sie aus dem Gedächtnis holt, nicht wenn man sie wieder liest. Der Vokabeltrainer arbeitet deshalb mit aktivem Abfragen: Eine Karte kommt aus Fach 1 nach einer falschen Antwort dorthin zurück und steigt nur auf, wenn sie im ersten Versuch richtig war. Die Fächer sind an Abstände von 1, 3–4, 7, 14, 30, 90 und 180 Tagen gebunden. Die Methode und die Quellen dazu stehen auf der Seite Die Methode.

Was den Lernerfolg bremst

  • Die Lösung zu früh ansehen. Hilfen kosten in Disce ludens nichts; die Lösung kostet Fehlerpunkte. Wer zuerst die Hilfe 1 und 2 nutzt, lernt den Weg, nicht nur das Ergebnis.
  • Nur Tabellen auswendig lernen. Formen erkennt man im Satz. Erst wenn man sie in Sätzen erkennt und selbst bildet, sitzen sie.
  • Lange Sitzungen nach Wochen ohne Übung. Kurze Einheiten, die regelmäßig wiederkehren, sind leichter zu halten als eine Woche Pauken.
  • Vokabeln nur durchlesen. Wiederlesen fühlt sich vertraut an, ohne dass man das Wort später abrufen kann.

Mit oder ohne Lehrkraft

Eine App erklärt nicht im Gespräch, warum eine Antwort falsch ist, und sie merkt nicht, wenn jemand etwas nicht verstanden hat, ohne es zu sagen. Disce ludens gibt dafür gestufte Hilfen und eine Erklärung je Fehler, ersetzt aber keine Lehrkraft. Wer Latein in der Schule lernt, sollte die Fragen dort stellen und die Übungen zu Hause machen.

Wie viel Zeit braucht man?

Das hängt vom Ziel ab. Disce ludens I umfasst 31 Stunden, Disce ludens II weitere 31. An der Universität Regensburg umfasst der Latinum-Kurs 12 SWS über Winter- und Sommersemester; andere Hochschulen setzen anderen Umfang an. Die Seite Das Latinum erklärt die Wege.

Gleich ausprobieren

Eine echte Aufgabe aus Disce ludens:

Disce ludens I · Stunde 31 · Vokabeltrainer, Karte 1

Das lateinische Wort adhuc: Was bedeutet es auf Deutsch?

© Disce ludens

Was Disce ludens dabei leistet – und was nicht

Das leistet Disce ludens

  • Führt in 31 Stunden von Wortarten und Satzgliedern über Formen und Sätze zu Vokabeln (Disce ludens I).
  • Vokabeltrainer mit 574 Vokabeln in Disce ludens I und 991 in Disce ludens II, in sieben Fächern.
  • Gibt Hilfen kostenlos; die Lösung kostet Fehlerpunkte, so bleibt das Denken beim Lernenden.

Das leistet es nicht

  • Ersetzt keine Lehrkraft und kein Gespräch über Fehler.
  • Richtet sich nicht nach einem bestimmten Lehrbuch.
  • Übt kein Sprechen: geübt werden Lesen, Formen und Übersetzen.

Häufige Fragen

Wie lernt man Latein am besten, wenn man allein lernt?

Mit einem festen Plan in kleinen, regelmäßigen Einheiten: erst Wortarten und Satzglieder, dann Vokabeln mit Abfragen, Formen in Sätzen und zuletzt Übersetzen. Disce ludens I folgt diesem Weg.

Sind Karteikarten besser als Lesen?

Für Vokabeln arbeitet aktives Abfragen mit wachsenden Abständen gut. Der Vokabeltrainer macht genau das; die Begründung steht auf der Seite Die Methode.

Muss ich vor dem Start schon Latein können?

Nein. Disce ludens I richtet sich an Anfänger und beginnt bei Wortarten und Satzgliedern.

Reicht Disce ludens für das Latinum?

Es bereitet die Grundlagen vor: Formen, Satzlehre und erste Originalsätze. Die Prüfung legt man bei der zuständigen Stelle ab. Die Seite Das Latinum erklärt, was dazugehört.