Über Disce ludens
Kurz gesagt
Disce ludens („lerne spielend“) stammt vom Stuttgarter Lateinlehrer Thomas Wegener. Aus 30 Jahren Unterricht am Dillmann-Gymnasium entstanden zwischen 1997 und 2005 drei Lernprogramme mit heute 69 Lektionen und 4.260 Übungen. Sein früherer Schüler Stephan Sigloch führt sie als Web-App weiter – mit derselben Didaktik.
Ein Lateinlehrer und sein Programm
Thomas Wegener (1943–2025), Oberstudienrat, unterrichtete über Jahrzehnte Latein am Dillmann-Gymnasium in Stuttgart. Er wollte, dass seine Schülerinnen und Schüler auch zu Hause so üben können, als säße jemand daneben, der den Weg zeigt, aber nicht vorsagt.
Daraus entstanden zwischen 1997 und 2005 drei Lernprogramme: Disce ludens I mit 31 Stunden für Anfänger, Disce ludens II mit 31 Stunden für Fortgeschrittene und Verte ludens, ein Übersetzungstrainer mit sieben Übungen an Sätzen von Caesar. Die erste Fassung lief auf dem Apple Macintosh mit HyperCard, später kam eine Version für Windows.
Jede Lektion hat er im eigenen Unterricht erprobt und nach den Rückmeldungen seiner Klassen verbessert. Die Zeichnungen in den Übungen stammen von Schülerinnen und Schülern.
Für die neue App zeichnen wir diese Bilder nach und nach neu: mit denselben Figuren und derselben Pointe, aber in einem Stil von heute. Zwei der ersten Motive:




„Das Programm erscheint mir wertvoller denn je.“
Vom Schüler zum Herausgeber
Einer seiner Schüler war Stephan Sigloch. Er lernte Latein mit Ianua Nova Teil I und II, Disce ludens begleitete das Buch im Unterricht. 2000 machte er am Dillmann-Gymnasium Abitur mit Großem Latinum – kein Musterschüler in Latein, aber einer, der im Computerraum nicht nur Latein lernen, sondern mitgestalten wollte. Als Schüler half er Thomas Wegener bei der Entwicklung der ersten Versionen.
Heute ist Stephan Sigloch IT-Spezialist und Unternehmer. Mit der Erlaubnis seines Lehrers hat er mit seinem Team das Programm weitergedacht und auf heutige Geräte gebracht: vom Macintosh über Windows zur Web-App, bald auch als App für iPhone, iPad und Android. Nach dem Tod von Thomas Wegener führt er es weiter.

Was geblieben ist und was neu ist
Geblieben ist die Didaktik: dieselben Übungen in derselben Reihenfolge, dieselben Hilfetexte, dieselbe Fehlerlogik. Wer will, sieht die Übungen sogar wie 1998 – im Nostalgie-Modus.
Neu ist vor allem, was man nicht sieht:
- Berichtigt: Fehler im Original sind dank vieler Rückmeldungen korrigiert; jede Korrektur ist mit dem ursprünglichen Text dokumentiert.
- Für heutige Geräte: Der Neuzeit-Modus läuft im Browser auf Handy, Tablet und Computer und lässt sich per Tastatur und Screenreader bedienen.
- Fair geprüft: Antworten werden auf dem Server geprüft, Lösungen liegen nicht im Browser.
- Datenschutz: Demo und Schule kommen ohne E-Mail-Adresse aus, für Kinder gibt es keine Werbung und kein Tracking.
Das Lehrbuch von damals
Gleich ausprobieren
Eine echte Aufgabe aus Disce ludens:
Disce ludens I · Stunde 8 · Satzglied-Trainer, Karte 1
Lucius et Marcus amici boni sunt.
„amici“ ist …
© Disce ludensWas Disce ludens dabei leistet – und was nicht
Das leistet Disce ludens
- Übt die Grundlagen bis zur Caesar-Lektüre: Formen, Satzlehre, Wortschatz und erste Originalsätze.
- Führt mit gestuften Hilfen, statt nur richtig oder falsch zu sagen.
- Passt zu jedem Lateinbuch; die empfohlene Reihenfolge stammt aus dem Unterricht.
Das leistet es nicht
- Ersetzt nicht den Unterricht und keine Lehrkraft, die erklärt.
- Ist kein Wörterbuch und kein Kurs für die Lektüre von Cicero oder Livius.
- Hat noch keine Ansicht für Lehrkräfte; sie ist geplant.
Häufige Fragen
Wer hat Disce ludens entwickelt?
Thomas Wegener, Lateinlehrer am Dillmann-Gymnasium in Stuttgart, zwischen 1997 und 2005. Heute gibt Stephan Sigloch das Programm heraus, ein früherer Schüler, der schon an den ersten Versionen mitgearbeitet hat.
Was bedeutet Disce ludens?
Disce ludens ist Latein und heißt „lerne spielend“. Verte ludens, der Übersetzungstrainer, heißt entsprechend „übersetze spielend“.
Ist die neue App noch das Programm von damals?
Ja. Übungen, Reihenfolge, Hilfetexte und Fehlerlogik sind dieselben. Berichtigt wurden Fehler im Original, und die Technik ist neu: Browser statt Installation, Bedienung per Touch, Tastatur und Screenreader.
Brauche ich das Lehrbuch Ianua Nova?
Nein. Disce ludens ist lehrbuchunabhängig und passt auch zu heutigen Lehrwerken wie Pontes, Campus, prima oder Adeamus. Jede Stunde lässt sich auch einzeln öffnen, wenn das eigene Buch eine andere Reihenfolge hat.