Disce ludensDie Latein-Lern-App

Latein-Nachhilfe: was sie kostet und welche Alternativen es gibt

Kurz gesagt

Private Latein-Nachhilfe kostet nach Angaben einer großen Vermittlungsplattform meist 20 bis 30 € pro Stunde, Einzelunterricht im Institut oft über 200 € im Monat. Nachhilfe hilft vor allem, wenn sie kurz, gezielt und mit dem Unterricht abgestimmt ist. Für das tägliche Üben dazwischen – Formen, Satzlehre, Vokabeln – kann eine Lern-App viel abnehmen: Disce ludens kostet einmalig 89 € für alles, etwa so viel wie vier Stunden private Nachhilfe.

Was Latein-Nachhilfe kostet

Bundesweite, unabhängige Preiserhebungen gibt es nicht. Diese Werte geben eine Orientierung:

  • Private Einzelnachhilfe: Eine große Vermittlungsplattform nennt für Latein im Schnitt rund 23 € pro Stunde, meist 20 bis 30 €, je nach Stadt auch weniger oder mehr. Gruppenunterricht ist günstiger.
  • Nachhilfeinstitute: Die Preise legt jeder Standort selbst fest. Beispiele aus Preisblättern: Einzelunterricht für 224 € im Monat bei zwei Einheiten pro Woche oder 299 € im Monat, dazu teils eine Anmeldegebühr.
  • Online-Nachhilfe: Stiftung Warentest hat Anfang 2025 sieben Anbieter geprüft. Die Preise hängen von Abo-Modell, Stundenpaket und Lehrkraft ab und waren teils „verwirrend und intransparent“.

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2016 bekamen damals rund 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler Nachhilfe; am Gymnasium waren es 18,7 Prozent. Eltern gaben dafür insgesamt fast 900 Millionen Euro im Jahr aus. Neuere repräsentative Zahlen gibt es nicht.

Wann Nachhilfe die bessere Wahl ist

Ehrlich gesagt: in manchen Fällen klar. Eine gute Lehrkraft sieht, wo genau es hakt, erklärt eine Regel ein zweites Mal anders und stimmt sich mit dem Unterricht ab. Forschung aus England zeigt deutliche Lernfortschritte durch Einzelunterricht – wenn er hochwertig ist, eng am Unterricht bleibt und in kurzen, häufigen Einheiten über einige Wochen läuft.

Zugleich ist die Wirkung umstritten: Eine Auswertung großer Hamburger Schulleistungsstudien fand bei vergleichbaren Gruppen keinen messbaren Vorteil privater Nachhilfe. Stiftung Warentest rät, Nachhilfe als vorübergehende Hilfe zu sehen, nicht als „Dauerkrücke“, und warnt: Wenn nur die Eltern sie wollen, hat sie wenig Aussicht auf Erfolg.

Nachhilfe lohnt sich besonders, wenn große Lücken aus früheren Jahren bestehen, wenn eine Versetzung gefährdet ist oder wenn ein Kind beim Lernen allein nicht anfängt.

Was eine Lern-App übernehmen kann

Vieles, was Nachhilfe kostet, ist schlicht Üben: Formen bilden, Satzglieder bestimmen, Vokabeln wiederholen. Das geht auch ohne bezahlte Stunde – vorausgesetzt, die Übung hilft weiter, statt nur „falsch“ zu sagen.

Disce ludens wurde von einem Lateinlehrer genau dafür gebaut: gestufte Hilfen statt Lösung, faire Prüfung, Vokabelkartei, die das Wiederholen plant. Eine App erklärt aber nicht im Gespräch und merkt nicht, wenn ein Kind die Lust verliert. Am besten wirkt sie neben dem Unterricht – und neben Nachhilfe, wenn es die braucht: Die Stunde bleibt für das Erklären, das Üben passiert dazwischen.

Kostenlose und günstige Hilfen

  • Bildungs- und Teilhabepaket: Kinder aus Familien mit Grundsicherungsgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld können Lernförderung bekommen, auch ohne gefährdete Versetzung. Nötig sind ein eigener Antrag und meist eine Bestätigung der Schule; zuständig ist das Jobcenter oder die Stadt beziehungsweise der Kreis.
  • „Schüler helfen Schülern“: Viele Schulen vermitteln ältere Schülerinnen und Schüler als Nachhilfe, kostenlos oder für wenig Geld. Fragen lohnt sich.
  • Ganztagsschule: An Ganztagsschulen ist Förderung häufiger kostenlos als an Halbtagsschulen.
  • Die Lateinlehrkraft: Sie weiß am besten, wo die Lücken liegen, und kennt oft gute Angebote vor Ort.

Worauf Eltern bei Nachhilfe achten sollten

  • Mehrere Angebote vergleichen und erst nach einer zufriedenstellenden Probestunde unterschreiben.
  • Nach der Qualifikation der Lehrkraft und der Gruppengröße fragen.
  • Kurze Mindestlaufzeit und kurze Kündigungsfrist wählen; Anmeldegebühren mit einrechnen.
  • Kündigungen nachweisbar verschicken, etwa per Einschreiben.
  • Nachhilfe mit der Lehrkraft absprechen, damit sie am Unterricht anknüpft.

Gleich ausprobieren

Eine echte Aufgabe aus Disce ludens:

Disce ludens I · Stunde 6 · Der Akkusativ, Karte 1

Agricola asinum verberat.

Übersetze diesen Satz ins Deutsche. Benutze dabei den bestimmten Artikel. (verberare – schlagen, agricola – Bauer, asinus – Esel)

© Disce ludens

Was Disce ludens dabei leistet – und was nicht

Das leistet Disce ludens

  • Übt täglich Formen, Satzlehre und Vokabeln, mit Hilfen statt Lösung.
  • Kostet einmalig 89 € für alles oder 19 € im Jahr je Programm.
  • Passt neben Unterricht und Nachhilfe, zu jedem Lehrbuch.

Das leistet es nicht

  • Erklärt nicht im Gespräch und passt sich nicht an wie eine Lehrkraft.
  • Erkennt keine Lücken aus früheren Jahren von selbst.
  • Ersetzt keine Nachhilfe, wenn die Versetzung auf dem Spiel steht.

Häufige Fragen

Was kostet Latein-Nachhilfe?

Private Einzelnachhilfe kostet nach Angaben einer großen Vermittlungsplattform meist 20 bis 30 € pro Stunde. Institute legen ihre Preise je Standort fest; Einzelunterricht liegt in Beispielen bei 224 bis 299 € im Monat, teils mit Anmeldegebühr.

Lohnt sich Latein-Nachhilfe?

Wenn sie gezielt, kurz und mit dem Unterricht abgestimmt ist, oft ja. Als Dauerlösung oder gegen den Willen des Kindes eher nicht. Für das reine Üben zwischen den Stunden reicht häufig eine gute Lern-App.

Gibt es kostenlose Latein-Nachhilfe?

Ja: über das Bildungs- und Teilhabepaket für Familien mit geringem Einkommen, über „Schüler helfen Schülern“-Angebote vieler Schulen und an Ganztagsschulen. Die Lateinlehrkraft weiß meist, was es vor Ort gibt.

Kann eine App Latein-Nachhilfe ersetzen?

Für das Üben oft ja, für das Erklären und Aufspüren großer Lücken nicht. Am besten wirkt beides zusammen: Die Nachhilfestunde erklärt, die App übt dazwischen.

Was kostet Disce ludens im Vergleich?

Einmalig 89 € für alle Programme, etwa so viel wie vier Stunden private Nachhilfe, oder 19 € im Jahr je Programm. Die Demo ist kostenlos.